Local Group Hannover  - Gefühle im Business

16.2.2017, Autor: Marco Jacob

Vortrag: Gefühle im Business – Blocker oder Rocker? (Jonathan Sprungk)

 

Projektleitertreffen 2017 02 16 Auditorium

Projektleitertreffen 2017 02 16 Jonathan mit Flipchart

 


Wir lernen von der Kindheit an, unsere Gefühle im Zaum zu halten oder zu unterdrücken. Offen gezeigter Ärger, Schmerz und Angst werden in unserer Gesellschaft eher negativ gesehen. Freude hingegen ist eher positiv angesehen. Jonathan Sprungk hat uns in seinem Impulsvortrag gezeigt, dass alle Gefühle ihre Daseinsberechtigung haben. Denn Gefühle haben ein großes Potential.

Veränderungen im gewohnten Umfeld führen zu Verunsicherung, Angst und vielleicht sogar Wut. Diese Gefühle bringen uns dazu, unsere Komfortzone zu verlassen. Wir verändern etwas, um wieder in eine neue Komfortzone zu kommen.

Gefühle sind lebensnotwendig. Ohne Angst hätten wir nicht vor Raubtieren fliehen können und hätten somit nicht überlebt. Wut erzeugt in uns eine unbändige Kraft. Jonathan Sprungk spricht in seinem Vortrag von den 4 Archetypen der Gefühle: Wut, Angst, Traurigkeit und Freude. Wir meiden scheinbar negative Gefühle, aber damit geht auch die Energie für Veränderungen verloren.

Wenn ein Team sich über etwas ärgert, dann kann ich diese Energie für Veränderungen nutzen. Schwäche ich die Wut ab, kann es zu Trauer in Form von Resignation kommen. Damit geht dem Team wichtige Energie für Innovationen verloren.

Wut: „Der Krieger“
Die Wut wird ausgelöst, weil Grenzen überschritten werden. Das bringt uns dazu, unsere Grenzen neu und klar zu ziehen. Sie bringt uns aber auch dazu, etwas zu verändern.

Angst: „Der Magier“
Wenn wir Angst vor etwas haben, dann konzentrieren wir uns auf den Angstauslöser. Wir werden kreativ um der „Gefahr“ zu entkommen. Angst ist ein großer Evolutionstreiber.

Traurigkeit: „Liebende Mutter / Vater“
Die Traurigkeit lässt uns Abschied nehmen von Altem. Das ist der Nährboden für Neues. Sie lässt uns Zusammenfinden und fördert die Kommunikation.

Freude: „Medizinmann“
Freude ist das angestrebte Ziel. Mit den Endorphinen tanken wir Motivation. Wir können uns von der Anstrengung erholen und gesunden. Sie lässt uns allerdings auch verharren.

Im Anschluss an den Vortrag konnten die Teilnehmer angeregt über das Vortragsthema diskutieren. Dieser Vortrag wurde durch den Vorschlag einer Teilnehmerin des Projektleitertreffens Hannover bei uns und auch in anderen Gruppen des PMIFC möglich.

Kontakt: Jonathan Sprungk, Eugonomik & Kulturentwicklung,

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